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Trainieren für den Ernstfall
Personenrettung, Fahrzeugbergung und Brückenbau, das waren nur einige der Aufgaben, die
über 100 ehrenamtliche Helfer der THW-Ortsverbände Zell, Wittlich, Trier, Daun sowie Cochem und
Bitburg am Samstag im Rahmen einer Einsatzübung im Stadtgebiet Wittlich zu meistern hatten.
Wittlich. (soa) Geübt wurden nicht nur die handwerklichen Griffe unterschiedlicher Einsatz-Szenarien,
sondern auch das Zusammenspiel der verschiedenen Führungsebenen unter Einbeziehung der
Führungsgruppe Technische Einsatzleitung des Landkreises Bernkastel-Wittlich. Den Führungskräften
stand dabei ein moderner Einsatzleitwagen mit räumlich getrennten Funk-Arbeitsplätzen und einem
separaten "Lage- und Planungszentrum" zur Verfügung. "Wenn über 100 Kräfte im Einsatz sind, ist so ein
modernes Führungsequipment enorm wichtig", unterstreicht Jörg Teusch, stellvertretender Einsatzleiter
der Technischen Einsatzleitung des Landkreises Bernkastel-Wittlich. Und so konnten die Helfer dann auch
überwiegend ohne größere Probleme die gestellten Aufgaben einer fiktiven Hochwasserlage bewältigen.
An der Lieser in Höhe Hasenmühle galt es beispielsweise zwei Personen aus einem in der Lieser auf dem
Dach liegenden Kleintransporter zu retten. Wenige Hundert Meter weiter, errichteten Fachkräfte einen
Hochwassersteg über den Fluss und retteten einen Mitarbeiter eines angrenzenden Bäckereibetriebes aus
einem Abwasserschacht.
Nicht weniger aufwendig war die Personenrettung an der Römischen Villa. Das Szenario sah vor, das eine
Gruppe jugendlicher Wanderer mittels Rettungstrage und Seilwinde über die Hochwasser führende Lieser
zu evakuieren sei. "Früher musste häufig improvisiert werden", erinnert sich Werner Mertes aus dem
THW-Ortsverband Wittlich, der seit 1981 viele Jahre für das THW im Ausland im Einsatz war, "heute ist
die Technik gerade im Brückenbau so weit fortgeschritten, das man alles in Modulbauweise aufbauen
kann".
Insgesamt bewertete Markus Haier, Geschäftsführer der THW-Geschäftsstelle Trier, das Ergebnis der
Übung positiv, auch wenn es hier und da, wie er sagt, noch Kleinigkeiten zu verbessern gäbe.
Veröffentlicht am:
20:27:11 27.04.2010 von Thorsten Hompes
Letzte Aktualisierung 20:27:11 27.04.2010
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